Der Vogel kehrt nicht zu seinem Nest zurück,
er baut an einem anderen Ort ein Neues.
13.05.2024
Das Stück für meine Beerdigung wäre auch geschafft, da kann ich mich ja dann ganz beruhigt hinlegen. 🙂
Nichts besonderes,
einfach mal so...

04.11.2022
Vater im Donbass
Wenn sich der Strahl des Tages zurückzieht,
aus gar hitzigem Gefecht.
Wenn sich die Dämmerung herbei schleicht
und kühle Luft über mein Gesicht streicht,
wie aus Todes Gruft.
Und sich die Frage drängt in mich
nach dem Sinn,
wie vom Sturm gepeitschtes Meer.
Denk’ ich an Dich!
Und mein Herz, dass sonst jedem bleibt verborgen.
Durch des Lebens Pein hart geworden,
wie uralt geschundener Pflasterstein.
Fühlt sich warm und stark und geborgen,
dem nächsten Tag der Herr zu sein.
Anmerkung: Mein Grossvater war in russischer Kriegsgefangenschaft und schlug knapp fünf Jahre im Donbass unter Tage Kohle. Zuhause galt er als vermisst.
21.12.2021
Adolf Bersets und Jens Wahns Song: Corona-Hypochonder


20.10.2020
Passend zur Jahreszeit und auch zum Sturme da draussen ein paar Zeilen zur Zentrierung und Erinnerung an die Geborgenheit des menschlichen Seins im natürlichen Kreislauf von Werden und Vergehen, welchen unsere hochmütige Gesellschaft in ihrer allmächtigen technischen Blase völlig verdrängt hat und sich durch die Verweigerung zur Rückkehr, welche Demut erfordern würde, wohlverdient selbst zerstört.
Der verdrängte Wandel Bunte Blätter fallen, Sterben - willenlos zu Boden. Goldne Ähren sinken, Tod - unter Schnitters flinker Hand. Die Guten ins Töpfchen, Abrechnung - Die Schlechten ins Kröpfchen, Verdammung - Nahrung für neues Gutes, Auferstehung - Kraft spendend der Blüte des Lebens. Amen.
